Ich studiere ja hier in Wuppertal Entrepreneurship und habe mich auch schon mein ganzes Studium auf diesen Bereich festgelegt. So war ich ja auch in einer Beratungsfirma, welche größere Unternehmensgründungen (ab ein paar 100 000€) berät.
Heute möchte ich euch aber mal was ganz einfaches darstellen. Es ist so einfach, dass viele denken werden es ist logisch. Aber es untertitelt eine ganz wichtige Sache.
Wie erkenne ich Möglichkeiten zum Gründen?
Es wird ja immer gesagt, dass man um Möglichkeiten für Gründungen erkennen zu können ein gewisses Auge braucht. Stimmt nicht. Totaler Quatsch. Warum – seht hier mal das Bild.

Was könnt ihr auf dem Bild erkennen?
Alle die das jetzt lesen, werden sagen, dass es 2 Menschen heiß Umschlungen sind. Jetzt fragt aber mal ein 3 jähriges Kind. Was es erkennt
Untersuchungen haben gezeigt, dass Kinder auf dem Bild Delfine erkennen.
Wie soll euch diese Tatsache beim Unternehmensgründen jetzt weiterbringen?
Ich könnte euch jetzt was davon erzählen, dass Wahrnehmungen nicht in den Sinnesorganen erfolgt, sondern in spezifischen sensorischen Hirnregionen. Und das die Sinnesorgane nur elektrische Reize erzeugen, welche dann von den Hinregionen anhand des “Datenbestandes” interpretiert werden, aber wer meinen Blog kennt, weiß dass ich nicht viel von dem Theorie gerede halte. Man muss die Theorie können (sehr wichtig), aber zum erklären taugt nur ein praktisches Beispiel.
Auf die Praxis übersetzt heißt dass soviel, wie dass ihr nur etwas Gründen könnt, was ihr auch kennt und wisst. Deshalb ist Bildung und Weiterbildung extrem wichtig. D.h. Lesen, Kurse besuchen, weiterbilden. Irgendwann erkennt man auch den Zusammenhang zwischen A+B und kann C gründen
Ich gehe jetzt erstmal Essen kaufen denn das ist auch eine wichtige Funktion des Körpers – NAAAHRUNG
9 responses so far ↓
1 Steffen // Dez 9, 2008 at 16:59
Nachtrag (bin jetzt zu Faul zum einloggen) – Wer ein 3jähriges Kind hat, kann die Sache mal überprüfen. Würde mich interessieren. Es eignet sich auch, das Verhalten eures Kindes zu überprüfen. Sobald er 2 nackte sieht, würde ich sein Internetverhalten überprüfen
2 Max // Dez 9, 2008 at 22:18
Müsste es nicht eher heißen, man kann nur das Gründen, woran man glaubt, denn gerade Innovations getriebene Startups kennen noch nicht genau, was sie da machen, sondern sehen die Chance und haben entsprechende Vorstellungen dazu?
3 Steffen // Dez 9, 2008 at 22:30
Also ich würde sagen, dass viele Unternehmensgründer wissen was sie machen. Es kommt natürlich an von welcher Innovation wir sprechen. Es gibt Innovationen die entstehen per Zufall (vgl. Post its – Zufallsprodukt der Mensch wollte eine besseren Klebestoff entwickeln) oder es gibt Innovationen die bewusst entwickelt werden (vgl. MP3).
Aber auch diese Innovationen können nur stattfinden, wenn der Entwickler das entsprechende Wissen besitzt.
Man muss auch unterscheiden, dass Erfindung nicht gleich Innovation ist.
4 Max // Dez 9, 2008 at 22:49
Also das viele Unternehmensgründer dies wüssten würde ich jetzt gerade auch im Web so nicht unterschreiben, denn viele sind eben nicht die “klassischen” BWLer, sondern entstammen aus den unterschiedlichsten Wissensrichtungen. Ich kenne einige Unternehmer, die es auch gerne sind, die von sich aus sagen, wenn sie das alles in Verbund mit der Gründung gewusst hätten, sie hätten es nicht gemacht… :-)
Und natürlich, nicht jede Erfindung ist eine Innovation. In vielen Fällen ist es mehr ein “MashUp” also etwas zusammengesetzes aus Dingen, die es vorab schon gab.
5 Steffen // Dez 9, 2008 at 22:57
Aber sie haben immerhin was wissen müssen
Das will ich mit dem Beitrag ausdrücken. Ohne Wissen / Erfahrung geht es nicht eine Idee zu haben.
6 Max // Dez 9, 2008 at 23:11
Ja klar. :-) Ich glaube ich denke da einfach Modulhafter, was die Gründung angeht. Jemand mit Idee muss noch lange nicht Der Gründer sein, sondern sich dafür lieber jemand einkaufen, der sich damit auskennt und dem es auch leichter fällt (siehe komparativer Vorteil). Oder?
7 Steffen // Dez 9, 2008 at 23:16
Es haben auch Studien gezeigt, dass Team Gründungen erfolgreicher sind.
Jedoch würde ich persönlich im Bereich Technik mir keinen einkaufen. Beispiel Internetseite – du hast das Problem, dass ein Angestellter auch mal schnell geht. Als Startup ist das natürlich schlecht, wenn dein Programmierer geht.
Erstens musst du einen neuen finden und zweitens muss der andere erstmal durch Arbeit des 1. blicken. Dann hole ich mir lieber einen Partner, der weiß dass es am Anfang nicht viel Geld gibt und hatt auch mehr Wille zum Erfolg.
8 Max // Dez 9, 2008 at 23:50
Gut, das ist dann wieder eine andere Baustelle innerhalb der Gründung, wie entlohne ich optimale und/oder binde gute Leute möglichst lange an das Unternehmen. Gibt man Unternehmensanteile an die Belegschaft ab, beteiligt man am Gewinn usw. Ich denke da gibt es viele Wege die Leute zu halten. (Das zweite Argument finde ich auch nicht ganz so gewichtig, denn ein guter Programmierer muss einfach sauber dokumentieren, so dass sich ein Dritter locker einarbeiten kann. Ich weiß, es gibt solche und solche. ;-))
9 Steffen // Dez 9, 2008 at 23:57
Genau
das ist das große Problem. Wie gut dokumentiert wurde, siehst du erst dann wenn es schon zu spät ist. Jedenfalls meist.